Was ist ein Kollektor?

Solarkollektoren sind die zentralen Bestandteile einer solarthermischen Anlage und dienen primär der Warmwasserbereitung sowie seit den neunziger Jahren auch zunehmend zur Heizungsunterstützung. Ein Kollektor wandelt die Strahlungsenergie der Sonne durch ein Übertragungsmedium, eine Mischung aus Wasser und Glykol, in Wärme um. Die Energieumwandlung geschieht durch den sogenannten Solarabsorber, der die Wärme dann an die Solarflüssigkeit abgibt. Mit Hilfe dieser Flüssigkeit wird die Wärme aus dem Kollektor abgeführt, wobei stets auf eine gute Dämmung zu achten ist um Wärmeverluste zu minimieren. In Bezug auf die Bauart ist zwischen zwei Kollektorarten zu unterscheiden: dem Flachkollektor und dem Röhrenkollektor. Der Röhrenkollektor verfügt über eine Vakuumdämmung und erzielt daher einen höheren Ertrag, was äußerst hilfreich ist wenn man seine thermische Anlage auch zur Heizungsunterstützung nutzen möchte. Allerdings sind Röhrenkollektoren auch teurer in der Anschaffung. Bei der Dimensionierung einer solarthermischen Anlage ist darauf zu achten, ob man sie lediglich zur Warmwasserbereitung nutzen oder sie zusätzlich zur Heizungsunterstützung verwenden möchte. Als Faustregel ist davon auszugehen, dass in Mitteleuropa eine geeignet ausgerichtete Anlage im Sommerhalbjahr das warme Wasser zum Duschen bereitstellen kann. Eine zu große Anlage würde im Sommer nur mehr Energie als nötig erzeugen und wäre daher unrentabel. Über das ganze Jahr gesehen stellt eine rentable warmwasserbereitende Anlage ca. 60 bis 70 % des Warmwasserbedarfs und eine zusätzlich heizungsunterstützende Anlage ca. 20 bis 30 % des Gesamtenergiebedarfs zur Verfügung.
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